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ERASMUS+ - Strategische Partnerschaft 2015-2017
COMMUNITY EDUCATION

AKTUELLES:
Einladung zur internationalen Fachtagung am 5./6. April 2016
im Liechtenstein-Institut in Bendern (Liechtenstein)
Community Education – Stark durch Bildung

Die Gesellschaft driftet auseinander, die Schere zwischen denen, die ein selbstbestimmtes Leben führen können, und solchen, die in ihren Lebens- und Gestaltungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt sind, ist in den letzten Jahren grösser
geworden. Bildung soll helfen, die Kluft zu schliessen. Doch welche Bildung ist gemeint? Wer legt ihre Ziele und Inhalte
fest? Wer bestimmt Wege und Formen des Lernens?
Community Education verfolgt den Ansatz, Menschen zu befähigen, sich selbst zu organisieren und ihre Macht zu
entdecken. Community Education hat das Ziel, ein selbstbestimmtes Lernen anzuregen und durch Bildung stark zu
werden.
In der Fachtagung werden Ansätze und Erfahrungen von Community Education vorgestellt und diskutiert, Beispiele
aus der Praxis präsentiert und Grenzen und Möglichkeiten bedacht. Die Befassung mit diesem Ansatz erfolgt aus wissenschaftlicher Perspektive, aus Sicht der Bildung und der sozialen Praxis. Der Bezug zur europäischen Ebene richtet den Blick vom regionalen Kontext auf Europa. Die interdisziplinäre und internationale Ausrichtung prägt die Tagung durchgängig.
Die Tagung bautt auf Erkenntnissen und Erfahrungen aus der europäischen Projektpartnerschaft zu Community-Education auf, greift aber auch das Wissen anderer europäischer Fachleute auf.
EU WAREHOUSE wird zu Erfahrungen auf europäischer Ebene referieren und Aspekte von Community Education in europäischen Politiken und Projekten vorstellen. Kerstin Weertz

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.
Anmeldungen werden gerne beim Liechtenstein-Institut unter info@liechtenstein-institut.li / Tel.: +423 373 30 22 / Fax +423 373 54 22 entgegen genommen.


ERASMUS+ - Strategische Partnerschaft 2015-2017 - COMMUNITY EDUCATION

Motivation - Interesse - Fragestellungen

Von Betroffenen wie auch von Beteiligten selbst entwickelt, zielt „Community Education“ also darauf ab, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und in diesem Sinne gerade die Eigenverantwortung und Eigeninitiative eines lebenslangen Lernens nachhaltig zu stärken. Integration und Partizipation als die beiden Seiten derselben Münze zu verstehen, gehört deshalb zu den vorrangigen Aufgaben eines gesamtgesellschaftlichen Bildungs- und Gestaltungsprozesses, dem sich auch und gerade das Europäische Institut für interkulturelle und interreligiöse Forschung verpflichtet weiß.

Steigende Lebenserwartung, sinkende Geburtenrate, nachhaltig wirkende Migrationsprozesse - dies alles führt zu einem markanten demographischen Wandel in modernen Gesellschaften. Dies betrifft nicht nur die Altersstruktur, sondern auch eine zunehmend pluralistischer werdende Gesellschaft. Der demographische Wandel stellt heute mehr denn ja eine Herausforderung für Gesellschaft und Politik dar, die nach neuen Lösungen ruft. Um gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen und produktiv zu gestalten, bedarf es interkultureller wie interreligiöser Kompetenz. Dies befähigt, unterschiedliche kulturelle und religiöse Orientierungen zu respektieren und mit ihnen sensibel umzugehen sowie darum zu wissen, dass „Kultur“ und „Religion“ selbst wiederum einem kontinuierlichen Wandel unterworfen sind. Sie sind Diskursfelder, die Orientierung geben und Biografien formen. Zugleich werden sie von Individuen angeeignet, geformt und verändert. „Community Education“ bedeutet, die jeweils eigenen und fremden Wahrnehmungen im interreligiösen und interkulturellen Feld mit den Betroffenen (Lehrenden wie Lernenden, Einheimischen wie Zugewanderten etc.) auszutauschen, zu reflektieren und einen Weg des partnerschaftlichen Lernens einzuschlagen.

Interkulturelle wie interreligiöse Kompetenz trägt in einer pluralen Gesellschaft wesentlich dazu bei, allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, kultureller Prägung und religiöser Überzeugung, einen Zugang zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, der Arbeitswelt sowie zu bestehenden Hilfs- und Dienstleistungsangeboten zu ermöglichen. Sie ist somit eine Strategie gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Das Ziel einer Teilhabe aller wird aber nur durch angemessene Beteiligung und durch partnerschaftliches Teilen erreicht werden.


Das dreijährige Projekt "Community Education" im Rahmen von ERASMUS+ hat die folgenden Schritte im Rahmen der strategischen Partnerschaft geplant:

  1. Begegnung und Austausch der jeweils beteiligten Projektpartner,
  2. Gemeinsame Lagebeurteilung sowie Erarbeitung von Leitlinien zum Anliegen und Thema von "Community Education",
  3. Flankierende Fachgespräche und Tagungen;
  4. Wissenschaftliche Auswertung und Weiterführung der Ergebnisse mit dem Ziel ihrer öffentlichen Präsentation bzw. Publikation.

Unsere strategische Partnerschaft hat dem Anliegen und Thema "Community education" entsprechend unterschiedliche Zielgruppen im Fokus, z.B.:
  • kommunale und regionale Akteure und Multiplikatoren im Rahmen der Bildungs- und Sozialarbeit,
  • wissenschaftliche Institutionen zur Erforschung und Bewertung der jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen,
  • europaweite Netzwerke zur Kommunikation von weiterführenden Programmen und Projekten zu "Community Education".

Projektpartner:

  • Europäisches Institut für interkulturelle und interreligiöse Forschung (Liechtenstein) - Projektleitung
  • EU WAREHOUSE (Brüssel, Belgien) - Projektpartner
  • Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. (Stuttgart, Deutschland) - Projektpartner
  • Liechtenstein-Institut (Liechtenstein) - Projektpartner